Am 25. März um 20:30 Uhr ist wieder Earth Hour

Licht aus für unseren Planeten!

Ein Zeichen setzen für Umwelt und Klima: Am Samstag, dem 25. März, gehen weltweit um 20:30 Uhr für eine Stunde die Lichter aus. Städte schalten die Beleuchtung ihrer Sehenswürdigkeiten ab und Millionen Privathaushalte sind aufgerufen, Licht und elektrische Geräte auszuschalten.

Earth Hour

Am 25. März heißt es wieder: Eine Stunde Licht aus für das Klima. (GRafik: WWF)

Alles begann am 31. März 2007 in Sydney. Um gegen Australiens enormen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu protestieren, initiierten Naturschützer die erste "Licht Aus"-Aktion in der australischen Hauptstadt. Die "Earth Hour" sollte ein Bewusstsein für Energieverschwendung schaffen und daran erinnern, dass Strom zumeist auf Kosten des Klimas erzeugt wird. Immerhin gut zwei Millionen Menschen beteiligten sich damals an der Aktion.

Eine Stunde "Stromentzug"

Seither hat sich die Idee der Earth Hour rund um die Welt verbreitet. An jedem letzten Sonntag im März ruft die Umweltorganisation WWF dazu auf, symbolisch für eine Stunde unnötige Lichtquellen und andere elektrische Geräte aller Art abzuschalten. Von 20:30 bis 21:30 Uhr lokaler Zeit kann jeder mitmachen und bei sich zuhause auf "Stromentzug" schalten. Unter dem Motto: "Klimaschutz geht gemeinsam" beteiligen sich weltweit nicht nur Millionen Privathaushalte, sondern auch viele Städte an der Aktion.

Bei der Earth Hour 2016 nahmen weltweit Menschen und Städte aus 178 Ländern teil - ein neuer Rekord. Mehr als 400 bekannte Sehenswürdigkeiten wurden dabei verdunkelt – auch das Empire State Building in New York, der Eiffelturm in Paris oder das Brandenburger Tor in Berlin blieben 60 Minuten lang ohne Beleuchtung. "Während jeden Monat neue Klimarekorde fallen, erinnert uns die Rekordbeteiligung an der Earth Hour daran, dass es auch eine zunehmende Bewegung gibt, die mehr gegen den Klimawandel tun möchte", sagt Siddarth Das von Earth Hour Global. "Die Graswurzelbewegung weckt Hoffnung für die Zukunft."

Mehr als bloß Licht aus

In diesem Jahr haben sich allein in Deutschland bereits mehr als 250 Städte und Kommunen angemeldet, die zumindest einige ihrer Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Gebäude in dieser Stunde verdunkeln wollen. In vielen Orten finden neben dem Ausschalten der Lichter weitere Aktionen statt - vom Fackelzug über das Bäumepflanzen bis zur Dunkel-Party. Eine Übersicht der Aktionen in Deutschland findet sich auf der Earth Hour-Seite des WWF.

Deshalb steht neben dem Earth Hour-Logo eine 60+: Das Plus soll versinnbildlichen, dass das Bewusstsein für Klimaschutz und Stromsparen idealerweise über die 60 Minuten der Earth Hour hinaus wirken sollen. In vielen Ländern hat die Earth Hour bereits weitere Aktionen nach sich gezogen. So wurden auf den Galapagos-Inseln anlässlich einer Earth Hour Plastiktüten verboten, in Tansania richteten Menschen gemeinsam solargetrieben Wasserpumpen ein und auf Sumatra pflanzten Aktivisten neue Bäume, um der Abholzung des Regenwalds entgegen zu arbeiten.

Direkter Nutzen für das Klima

Neben der symbolischen Wirkung dieser Aktion bringt sie jedoch auch ganz konkret etwas: Würden alle deutschen Haushalte bei der Earth Hour mitmachen, ließen sich nach Berechnungen des Stromkonzerns E.ON in dieser einen Stunde hochgerechnet 15 Millionen Kilowattstunden Energie sparen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 9.000 Tonnen.

Mit der Energie, die die deutschen Haushalte während der Earth Hour einsparen können, ließe sich Mittagessen für 60 Millionen Menschen kochen, zwölf Krankenhäuser könnten ein Jahr lang mit Strom versorgt werden und eine einzige Energiesparlampe für 56 Millionen Jahre durchgehend brennen. "Die Symbolwirkung der Earth Hour ist beachtlich", so Uwe Kolks, Geschäftsführer bei E.ON Energie Deutschland. "Sie setzt ein Zeichen für den bewussten Umgang mit Energie."

Quelle: WWF, e.on

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Informationen zum Artikel

Nadja Podbregar
Datum: 24.03.2017
Kategorie: Umwelt
Kommentare: 0
Schlagworte: Earth Hour / Klima / Licht / Strom / Energieverbruach / CO2 / Aktion

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