Vegane Küche

Mett, mal ohne Schweinefett

Mal wieder wurden antibiotikaresistente Keime, diesmal in Mett, gefunden. Leider haben wir uns an derartige Meldungen quasi gewöhnt. Man empört sich kurz und macht dann doch weiter wie bisher. Eine (kl)eine Anregung in Sachen Ernährung. Von Doro Bitz-Volkmer

Fotolia_40759430_XS_250.jpgEs gibt Alternativen zum Fleisch. Zum einen, könnten wir, wie schon in unserer Dezemberausgabe empfohlen, unseren Fleischkonsum etwas reduzieren, Stichwort Sonntagsbraten. Das täte der Umwelt gut, und auch unserer Gesundheit würde es nicht schaden. Zum anderen gibt´s eine Menge leckere vegane Rezepte.

Natürlich kann ein Mettbrötchen was Feines sein. Nun stellte sich jedoch bei einer Untersuchung im Auftrag der Grünen heraus, dass von 50 Mett-Proben 16 Prozent mit antiobiotikaresistenten Keimen belastet waren. Da überlegt man sich´s dann doch wieder. Obendrein sagt  Markus Keller, Ernährungswissenschaftler vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE): „Mett enthält viel Fett, Kalorien und Cholesterin, aber praktisch keine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Ballaststoffe oder Antioxidantien.“

Wenn man dann auch noch bedenkt, unter welch beklagenswerten Umständen Schweine in der industriellen Mast gehalten werden, wie erst kürzlich der SWR-Film „Schweine für den Müllcontainer“ zeigte, vergeht einem endgültig der Appetit.

Wie gut, dass eine vegane Variante gibt. Die ist wesentlich gesünder, tut keinem Schwein was zuleide und sieht sogar ein bisschen wie Mett aus. Laut Vegetarierbund Deutschland (VEBU), der das pflanzliche Mett ausgetüftelt hat, ist die Zubereitung schnell und unkompliziert:

Zutaten (für acht halbe Brötchen)
• 100 g Reiswaffeln
• 100 ml Pflanzenöl
• 200 ml Wasser
• 2 Tomaten
• 3 EL Tomatenmark
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 1 TL Salz und Pfeffer
• Nach Bedarf etwas Chilipulver

Zubereitung
1. Die Reiswaffeln klein zerbröseln und in eine große Schüssel geben. Nach und nach 200 ml (kaltes) Wasser hinzugeben, damit sich die Reiswaffeln vollsaugen können. Es sollte aber nicht zu wässrig werden.
2. Zwiebel und Tomaten in feine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Für die richtige Farbe ausreichend Tomatenmark untermengen und mit Öl, Salz und Pfeffer würzen.
3. Die Masse gut mit den Händen durchkneten. Wer es etwas pikanter mag, kann das Mett noch mit Chilipulver abschmecken.

Das Mett schmeckt am besten, wenn es noch für ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen kann. Dort hält der Brotbelag mindestens drei Tage

Bild: © Sonja Birkelbach - Fotolia.com

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Informationen zum Artikel

Doro Bitz-Volkmer
Datum: 21.01.2013
Kommentare: 0
Schlagworte: Veganer / Ernährung / Mett

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