Ein Bild und seine Geschichte

Schoko-Riesen

Patrick Roger gilt als der beste Chocolatier Frankreichs. Pralinen macht er auch, aber eigentlich hat er eine größere Botschaft an die Welt...

Durchblick-gross.jpgNilpferde gehören zu den Tieren, die unter Wasser gebären. In den trockenen Monaten kämpfen Afrikas Nilpferde ums Überleben. Was das mit Schokolade zu tun hat? Für den französischen Chocolatier Patrick Roger keine Frage: „Mein ganzes Schaffen beruht auf der Natur, auf den Kakaopflanzen." Deshalb setzt er sich auch für bedrohte Arten, vor allem für Menschenaffen, ein.

Tierskulpturen sind Rogers Spezialität. Seine Nilpferdherde ist zehn Meter lang. Die Bildhauerei mit dem ungewöhnlichen Material hat er sich in 30 Jahren angeeignet. Seine Paradestücke: die Mondlandung, die Berliner Mauer, ein zehn Meter hoher Weihnachtsbaum. Letzterer wurde in kleine Stücke gebrochen und verkauft. Die 100  000 Euro Erlös für vier Tonnen Schoko spendete Roger.

Der Chocolatier ist in Frankreich zu einer Berühmtheit geworden und die nutzt er aus, für die gute Sache. Mit seinen süßen Statuen will er nicht nur imponieren und seine Pralinen bewerben, sondern auch eine Botschaft transportieren.

Wenn ihm die Schokomassen doch einmal zuviel werden - eine Skulptur wiegt nämlich oft an die 80 Kilo - verzieht er sich aufs Dach seines Labors in Sceaux. Zum Imkern, denn dort hat er mehrere Bienenvölker installiert. Einen Satz glauben wir ihm auf jeden Fall gern: „Schokolade kann die Welt besser machen."

Schokobad.jpg

Die Homepage des Schokoladenkünstlers

Fotos: Michel Labelle

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Informationen zum Artikel

Agnes Fazekas
Autor: Agnes Fazekas
Datum: 12.02.2013
Kategorie: Menschen
Kommentare: 0

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