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Event-Rückblick|2009
2. EffizienzTagung Bauen und Modernisieren
Lebhafte Diskussionen um strengere Standards bei EnEV-Umsetzung
260 Teilnehmer aus ganz Deutschland nutzten die 2. EffizienzTagung Bauen und Modernisieren zum fachlichen Austausch. Vom 13. bis 14. November 2009 informierten sich die Fachleute im Hannover CongressCentrum über intelligente Lösungen für Alt- und Neubauten. Im Rahmender begleitenden Messe EnergieSparTage präsentierten rund 90 Aussteller ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen.
Wie unterschiedlich die Rolle der Energieeinsparverordnung (EnEV) von Experten eingeschätzt wird, veranschaulichte die EffizienzTagung gleich zu Beginn mit der Podiumsdiskussion "EnEV 2009 - 2012 - 2015: Chancenund Stolpersteine". So zeigte sich Roswitha Peters, stellvertretende Vorsitzende des GIH Bundesverbandes, zufrieden mit der EnEV 2009, da hierdurch eine verstärkte Baubegleitung nötig werde. "Die EnEV greift zu kurz", stellte dagegen Harald Halfpaap, Geschäftsführer des enercity-FondsproKlima heraus und forderte, strengere Standards in die Praxis umzusetzen. Heinz Wensing, Ausschussvorsitzender für Planung und Technik vom Verband der Wohnungswirtschaft Niedersachsen und Bremen e. V., hat vorallem die Wirtschaftlichkeit im Blick. "Da sind Grenzen erreicht", meinte er hinsichtlich der für das Jahr 2012 geplanten EnEV-Verschärfung. Zudem wünscht sich Wensing, dass die Förderung zum energieeffizienten Bauen und Modernisieren ausgeweitet wird. Dr. Alexander Renner vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) betonte: "DieEnEV möchte nur den Regelfall darstellen". Eine zu starke Verschärfung derEnEV lehnte er ab. Dann könne der Bund nicht mehr über Förderprogramme finanzielle Mittel bereitstellen. Aktuell liefen die Programme gut, die Fördermittel flössen hervorragend ab. Jan Habermann, Vorstand des Verbandes Wohnen im Eigentum e. V., sieht Probleme bei der praktischen Umsetzung der EnEV. "Betroffen ist vor allem der Bestand", so Habermann. Hausbesitzer würden Lücken suchen, um weniger investieren zu müssen.
Beratungsqualität verbessern  | Expertendiskussion bei der Effizienztagung in München: Harald Halfpaap, Jan Habermann und Heinz Wensing. Bildquelle: Mirko Bartels | Einig waren sich die Experten über die Schlüsselrolle, die der Gebäudeenergieberatung bei der EnEV-Umsetzung zukommt. Es müsse aber weiter an der Beratungsqualität gearbeitet werden. Dies bestätigte auch Dr. Rolf Hennes von der KfW in seinem anschließenden Plenarvortrag über erste Praxiserfahrungen beim KfW-Förderprogramm zur Baubegleitung. Individuelle Workshops zu den Schwerpunktthemen Bauphysik, Energieberatungund Haustechnik sowie weitere Plenarvorträge rundeten das Programm der EffizienzTagung ab. Das Energie- und Umweltzentrum am Deister e.u.[z.] sowie der enercity-Fonds proKlima veranstalteten die Tagung.
Begleitende Fachmesse mit guter Resonanz
Auf reges Interesse stieß auch die in direkter Nähe zu den Tagungsräumen stattfindende Fachmesse EnergieSparTage, bei der regionale Firmen und bundesweit aktive Anbieter die Besucher über ein breites Themenspektrum informierten. Dazu gehörten innovative Heiztechnik, Wärmedämmung, Solaranlagen,K omfortlüftungsanlagen, erneuerbare Energien, Stromeinsparung, Fördermittel und Qualitätssicherung. Der Veranstalter, die Fachausstellungen Heckmann GmbH, registrierte an den drei Messetagen (13. bis 15. November 2009) rund 4.100 Besucher. Schirmherr von Messe und Tagung war der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.
Lesen Sie mehr zum Thema Energieeffizienz in der kommenden Ausgabe von forum Nachhaltig Wirtschaften. Weiterer Schwerpunkt des nächsten Hefts: "Business im 21. Jahrhundert" Vom Eco-Business der 1980er Jahre zum Social Business des 21. Jahrhunderts - Wirtschaften jenseits des reinen Profitstrebens. Wie können Unternehmen in der Zukunft erfolgreich sein?
Erscheinungstermin: 01. Januar 2010 |
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Quelle: | Markus Glombik, proKlima Hannover | | 20.11.2009 |
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