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Sankt Martin - Vorsicht mit der Gans!

Fleisch von kranken Tieren gelangt immer noch auf die Teller.

Noch gelangt Fleisch von kranken, verfetteten Gänsen und Enten in die Gastronomie. Besonders die beliebten "Martinsgänse" bestehen oft aus minderwertigem Fleisch von ungarischen Stopfleberproduzenten. "Im Restaurant ist die Herkunft des Fleisches nur schwer nachzuvollziehen. So können Gänse und Enten aus der Stopfleberproduktion zum Höchstpreis an die Gäste gebracht werden", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführung des Tierschutzvereins VIER PFOTEN.

Untersuchungen der Universität Wien an Stopfgänsen und -enten aus Ungarn ergaben, dass die Tiere todkrank waren und an vielfachen Nebeneffekten der Zwangsernährung litten. Zusätzlich ergaben Analysen, dass das Stopffleisch mit Antibiotika belastet war. Ohne die Arzneimittel würden die Tiere die drei Wochen lange Zwangsmast kaum überleben.

Eine Umfrage von VIER PFOTEN bei 100 repräsentativen deutschen Restaurants ergab ein schockierendes Ergebnis: 92 Prozent der Restaurants verweigerten die Aussage über die Herkunft des Geflügels für den Martinstag und das Weihnachtsfest. Man muss also damit rechnen, dass Kunden in Restaurants getäuscht werden. Bis zu 90 Prozent der schwer kranken Gänse und Enten aus der Fettleberproduktion gehen nach Deutschland und Österreich.

VIER PFOTEN fordert von Großhändlern, Einzelhändlern und Restaurants einen konsequenten Verzicht auf Stopffleisch. Bei Gänse- und Entenfleisch gibt es sehr gute Alternativen von gesunden Tieren aus Freilandhaltung. In der so genannten "Schwarzen Liste" von VIER PFOTEN kann der Kunde in die Stopfmast involvierte Betriebe wie die ungarischen Konzerne Hungerit und Integral finden und sich informieren, wie man Fleisch aus Tierquälerei erkennt und vermeidet.

Diese Liste und weitere Infos finden Sie auf www.vier-pfoten.de

Bild: Fotolia


 
Quelle:
natur+kosmos, Redaktion
 |  11.11.2009
 






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