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Wahre Liebe

Die Primatenforscherin Jane Goodall ist eine lebende Legende. Jetzt kommt ein Film über ihr Leben, ihre Forschung und ihr Engagement für die Natur in die Kinos. Wir sprachen mit der charmanten Lady über die Liebe, den Hass und die Seele der Schimpansen.

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Amphibien in Not

Es ist still geworden an vielen Tümpeln, im Laub und in den Kronen der Bäume. Wo früher Frösche quakten, ist heute Ruhe. Weltweit verschwinden die Amphibien in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit.

Schnapp. Und wieder ist eine Kaulquappe im Maul des Nasenfrosches verschwunden. Schnapp, die nächste. Und noch eine. Doch der erste Eindruck täuscht. Der Frosch genehmigt sich keinen Snack auf Kosten der nächsten Generation. Was wie ein barbarischer Akt aussieht, ist Ausdruck vorbildlicher Vaterschaft. Männliche Nasenfrösche nehmen die neue Generation auf, um sie im sicheren Schoß ihres Kehlsacks gedeihen zu lassen. Nach zwei bis drei Monaten öffnet Papa Frosch sein Maul und heraus springen winzige Nasenfröschlein. Und sie sind wirklich winzig, wird doch die in Chile lebende Art selbst ausgewachsen kaum größer als drei Zentimeter. Doch unterm Strich scheint alles umsonst: Von den zwei Arten Nasen-fröschen, die es auf der Erde gibt, ist eine seit 25 Jahren nicht mehr aufgetaucht und wohl ausgestorben.

Ein Schicksal, das leider viele andere Amphibienarten teilen: Goldkröte, Magenbrüterfrosch, Scheibenzüngler, Wolterstorff-Molch und, und, und. Überall auf der Welt verschwinden Frösche, Unken, Molche, Kröten, Salamander und Blindwühlen. Und zwar immer schneller. Forscher bezeichnen es bereits als das größte Massensterben seit dem Untergang der Dinosaurier. Während diese jedoch infolge eines verheerenden Meteoritenabsturzes ausstarben, kommt der Tod für die Amphibien schleichend. Urheber der Misere ist der Mensch: Sein Hunger auf Rohstoffe, seine Lebensweise und sein Expansionsdrang setzen der ganzen Tiergruppe zu. Der letzte Nagel am Sarg jedoch ist offenbar ein winziger, unscheinbarer Schädling: der Chytrid-Pilz. Tausende Frösche und Lurche fallen ihm zum Opfer. Wobei sein Siegeszug ebenfalls auf das Konto des Menschen geht.

Es sieht düster aus. Dabei haben Amphibien eine einzigartige Erfolgsgeschichte hinter sich. Ihre Vorfahren besiedelten vor 360 Millionen Jahren als Erste das feste Land und eroberten die Kontinente. Es war ein kleiner Schritt für die Amphibie, aber ein gewaltiger Sprung für die Wirbeltiere - und ein Meilenstein der Evolution.

Heute sieht es so aus, als seien die Urenkel der Pioniere den anderen Lebewesen wieder einen Schritt voraus. Nur diesmal Richtung Abgrund...

PETER LAUFMANN

(Die ganze Geschichte können Sie in der Dezember-Ausgabe von natur+kosmsos lesen.)

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Quelle:
natur+kosmos, Redaktion
 |  17.11.2008
 






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